Interview: Christian Nett, Winzer vom Weingut Bergdolt-Reif & Nett (Teil 1)

VINOA Wein Magazin // 17.08.2016 // Interview: Christian Nett, Winzer vom Weingut Bergdolt-Reif & Nett (Teil 1)

In der 10-teiligen Interviewreihe blickt VINOA hinter die Kulissen des Winzerdaseins! Lerne spannende Persönlichkeiten kennen und erhalte teils private Einblicke in das Leben unserer Gesprächspartner. Hast du dich nicht auch schon einmal gefragt: "Was macht ein Winzer eigentlich den ganzen Tag?". Auf diese und viele weitere Fragen erhältst du in den nächsten Wochen spannende Antworten. Heute in Teil 1 an der Reihe: Christian Nett vom Weinguts Bergdolt-Reif & Nett.

Vom selection Magazin wurde er 2015 zu „Deutschlands bestem Jungwinzer“ gekürt. Christian Nett aus Duttweiler in der Pfalz. Seit 2001 ist er für den Ausbau der Weine des familiengeführten Weinguts Bergdolt-Reif & Nett verantwortlich. Mit VINOA spricht er heute im 1. Teil seines Interviews u. a. über das Thema Weingarten vs. Büro. Er verrät auch, warum man: „einige Dinge zuerst machen muss“ und wie sein neuer Wein zum Namen „Paranoia“ kam.

Christian Nett Steckbrief, Weingut Bergdolt-Reif & Nett

VINOA: Euer Weingut wird von deiner Familie bereits in fünfter Generation geführt. War es für dich schon immer klar mit in den Familienbetrieb einzusteigen?

Christian Nett: Ja, definitiv. Ich sag’s mal so: die Jungs kriegt man mit dem Traktor! Traktor und Stapler fahren ist cool und wenn dir das im Alter von 12 – 15 Spaß macht, dann bist du infiziert von dem Ganzen, dann willst du auch Winzer werden. Man arbeitet sich im Laufe der Zeit in die Thematik ein. Man entwickelt einen Faible für die Pflanzen und das Traubenessen und den Traubensaft an sich. Man lernt, dass Muskateller anders schmeckt als ein Silvaner und Riesling später reif ist. Irgendwann ist man dann einfach im Thema drin. So war für mich eigentlich schon immer klar, dass ich Winzer werden will. 

In der 8. Klasse habe ich mein Schulpraktikum in einem Weinbaubetrieb gemacht. Mein Klassenlehrer in der 10. Klasse meinte, dass man mit so einem Zeugnis nicht Winzer werden müsste.  Ich meinte daraufhin – ich kann auch guter Winzer werden! Ich hätte natürlich auch eine Banklehre machen oder zu einer Versicherung gehen können, dorthin wo alle hingerannt sind, aber für mich gab es nur eine Option: Winzer!

VINOA: Hast du eigentlich einen konkreten Lieblingswein in eurem Sortiment oder eine Rebsorte mit der du besonders gerne arbeitest?

Nett: Das ist die gleiche Frage, wenn man mehrere Kinder hat und gefragt wird, ob man ein Lieblingskind hat. Nein, irgendwie nicht. Für mich ist es so, überall wo hinterher mein Label und meine Kapsel (Verschluss) drauf sind, ist Wein drin wie ich ihn gerne mache und hätte – sonst würde ich ihn nicht abfüllen. Müsste ich nun eine statistische Strichliste führen, zum Thema „Welche Weine ich mir relativ oft aufmache“, dann sind dort Grauburgunder und Sauvignon Blanc ziemlich oft drauf. Grauburgunder, da er relativ vielseitig ist und beim Sauvignon Blanc kommt mir die Aromatik entgegen. Vom Gewürztraminer z. B. mache ich vielleicht vier Flaschen im Jahr auf, ist sehr gut zum Verkosten und der Ausbau macht auch viel Spaß. Aber es ist nun mal nicht der Wein für einen Abend vorm Fernseher mit vier Kumpels. 

Christian Nett im Wingert beim Rebenbinden, Weingut bergdolt-Reif & Nett Christian Nett beim Rebenbinden im Wingert (Weingarten)

VINOA: Was reizt dich an der Vielseitigkeit des Grauburgunders besonders?

Nett: Der Grauburgunder hat mich schon vor 15 Jahren, als ich angefangen habe, gereizt. Er wurde bis dahin immer sehr stiefmütterlich behandelt und profitierte gerade langsam von der Pinot Grigio-Welle. Damals stand in vielen offiziell anerkannten Beschreibungen zum Grauburgunder geschrieben, dass er rebsortentypisch nach Champignon schmecken kann. Meiner Meinung nach kann er das eigentlich nicht. So schmecken kann er eigentlich nur, wenn er faul ist! Er hat eine rosafarbene Beerenhaut bei der man schnell übersehen kann, dass die Trauben faul sind. Daraus ergibt sich anschließend der Pilzton im Geschmack und dieser wird somit gleich mal als rebsortentypisch klassifiziert. Eigentlich schmeckt ein Grauburgunder überhaupt nicht so. Wenn man saubere Ware reinholt, also nicht faulige Trauben, dann geht der Geschmack eher in Richtung weiße Früchte, Pfirsich, Litschi – also eher tropische Früchte – und hat überhaupt nichts mit Champignon oder Pilz zu tun! Eine Champignonnote kriegst du am Ende immer rein, egal bei welcher Sorte, da brauchst du nur Fäulnis!

VINOA: Du lebst und liebst deinen Beruf natürlich, sonst würdest du sicher etwas anderem nachgehen, aber gibt es auch unliebsame Tätigkeiten oder Aufgaben auf die du gut und gerne verzichten könntest? 

Nett: Der ganze Bürokratiespaß – der immer mehr wird – gehört zu den unliebsamen Tätigkeiten. Gerade jetzt wo der Betrieb immer größer wird. Wir haben mittlerweile einfach mehr Mitarbeiter, Praktikanten, Werkstudenten, da braucht man z. B. plötzlich ein ganz anderes Unfallversicherungspaket. Das nervige am bürokratischen Kram ist, er ist nicht zeitlich genau planbar.
 Zum Beispiel, wenn du eine Auskunft per Telefon brauchst, dann geht keiner dran. Leider hast du nur heute dafür Zeit, weil du morgen schon wieder in Hamburg bist. Also probierst du es eben um 11 Uhr noch einmal und wurschtelst dir bis dahin was zurecht. Anschließend rufst du um 11 wieder an, geht trotzdem keiner ran und du denkst dir, super, Anliegen nicht geklärt und die zwei Stunden hättest du besser im Wingert (Anm. Redaktion: Weingarten) verbracht. 

Wäre der bürokratische Anteil einfach zu lösen, dann könnte man sagen, ok nimm dir gebündelt 3 bis 4 Stunden und dann ist der Käse durch. In der Realität sieht es aber so aus: irgendwo hast du immer ein neues Kreuz in einem Formular zu setzen. Oder dein Vater hat seit Jahren das gleiche Formular ausgefüllt und nun ist es nur noch online ausfüllbar. Früher hast ihm Sonntagmorgen den Zettel hingelegt, er hat unterschrieben und es wurde rüber gefaxt. Heute heißt es – online ausfüllen – öhm, das kannst du selber machen!

Bernhard Nett, Winzermeister, Weingut Bergdolt-Reif & Nett Vater und Winzermeister: Bernhard Nett bei der Weinlese, Weingut Bergdolt-Reif & Nett

VINOA: Und wie sieht es mit den weinbaulichen Themen aus?

Nett: Am Winzersein oder Rund um den Weinbau gibt es eigentlich keine Arbeit, auf die ich keinen Bock habe. Das geile an diesem Beruf ist eben, dass er ständig anders ist. Momentan stehen wir draußen im Wingert, da alles am Wachsen ist und man ist in der Natur und sieht wie sich alles entwickelt. Morgens riecht es dann nach Sommer, man sieht  den Sonnenaufgang und denkt sich einfach: „boah, cool!“ Man wächst ja so mit seinen Weinbergen und ist immer nah dran.

Zwischendrin geht’s dann mal wieder ab nach München, nach Berlin oder Hamburg zur Präsentation. Dann füllt man zwischendurch wieder ab oder probiert im Keller rum und so hat man immer diesen Wechsel. Ich könnt mir nicht vorstellen, dass ich die nächsten 30 Jahre in ein Büro gehe und ein Formblatt A ausfüllen soll oder täglich irgendeinen Antrag XY bearbeiten muss. Das wäre überhaupt nicht mein Ding.

VINOA: Du brauchst also die ständige Abwechslung die der Job so mit sich bringt? 

Nett: Ja, so ist es einfach super! Ich habe ständig diesen Wechsel. Es ist einfach ein gutes Gefühl, das eigene Produkt beim Kunden zeigen zu können und wenn die Leute dann sagen: „ Das ist ja super, davon nehme ich 60 Flaschen!“ oder es gibt eine Goldmedaille oder man steht beim Henssler aufm Tisch. Danach denkst du dir: „ja, saugeil!“ Anschließend bist du wieder wie ein Duracell Häschen und rennst die nächsten zwei Wochen in den Wingert, bist total motiviert, um dann wieder was Geiles zu machen.

Wenn dann mal einer käme und würde sagen: „Herr Nett, Ihre Weine sind scheiße.“ oder „Es hat überhaupt nicht gepasst!“, dann kann man so etwas auch wegstecken, weil man genug positive Rückmeldung erhält. Davon mal abgesehen, einen Spinner gibt es eigentlich immer, für den es nicht perfekt genug sein kann. Aber wenn es dir schon am Anfang deiner Karriere passiert, dass dir zwei bis dreimal keiner etwas abkauft, dass dein alter Jahrgang noch im Lager steht und der neue schon wieder gelesen werden muss, dann hast du vielleicht nach 3 Jahren einfach keinen Bock mehr und sagst dir: „Lass mal was anderes machen, ist nicht mein Ding.“

VINOA: München, Berlin, Hamburg… macht das Reisen aktuell einen großen Teil deiner Arbeit aus?

Nett: Ja, es ist ein riesen Bestandteil, aber nicht unbedingt für mich als Christian Nett persönlich. Doch meine Weine sind aktuell viel unterwegs. Ebenso durch Social Media, wie Facebook, dort zeigt man wo man ist oder man wird markiert, dabei ist man gar nicht selbst vor Ort. Es hat dich eben einer auf einem Bild mit einem deiner Weine markiert und dann denkt gleich wieder die Hälfte deiner Kumpels und der Leute im Ort: „Ahh, der ist schon wieder was weiß ich wo unterwegs.“ 
Oder meine Mitarbeiterin oder meine Frau sind unterwegs, sowas kommt schon vor.

Ich denke, ich bin im Vergleich zu anderen Winzern relativ viel unterwegs. Ich bin jung, dynamisch, erfolglos…-reich, wie auch immer, und will ja was aufbauen. Letztes Jahr wurde ich als bester Jungwinzer Deutschlands ausgezeichnet und plötzlich wird man überall hin eingeladen.

Christien Nett bei der Lese im Weinberg, Weingut Bergdolt-Reif & Nett Christian Nett bei der handarbeitsintensiven Lese, unterstützt von 1 PS Rheinisch-Deutschem Kaltblut

VINOA: War es vor der Auszeichnung anders?

Nett: Ja, früher musstest du oft fragen: „Darf ich mal kommen, wenn Sie eine Hausmesse machen?“ Heute heißt es aufgrund dieses Titels: „Herr Nett, wollen Sie nicht mal kommen?“ Da fällt es mir auch schwer Nein zu sagen, da ich mir vorher  12 Jahre lang den Mund fusselig reden musste, damit ich kommen darf. Und wenn ich heute freiwillig gefragt werde, versuche ich es eigentlich immer irgendwie möglich zu machen. 
Dann fahre ich auch, wie am letzten Wochenende, für fünf Stunden Aufenthalt nach Radebeul, mit insgesamt elf Stunden Reisezeit. „Wenn du am Drücker bist, musst du drücken!“ Denn es ist doch so, wenn du dich in zwei Jahren fragst: „Warum läuft es denn jetzt nicht?“ Lautet die einfache Antwort: „Sagst du dreimal ab, fragt dich auch keiner mehr!“

VINOA: Der Aufwand von elf Stunden Reisezeit lohnt sich wirklich?

Nett: Ja. Man muss schon zusehen, dass man den Kunden zufrieden stellt. Ich wohne hier in einem 900-Einwohnerdorf mit zwei Umgehungsstraßen. Wenn ich hier auf Kunden warte, dann warte ich bis ich alt bin! Ich muss rausfahren nach München, nach Berlin und dort meine Weine zeigen oder eben auch nach Radebeul. Irgendwie müssen die Leute ja wissen, dass es Nett gibt und dass es da so ein Dorf gibt, welches Duttweiler heißt und wo man vielleicht mal hinfahren könnte.

VINOA: Eure Corporate Identity, euer Internetauftritt und die Labels haben eine sehr moderne Formsprache. Wie lange habt ihr das schon so? 

Nett: Das war auch das Ziel, als wir damit 2006 gestartet sind. Zum 2007er Jahrgang haben wir zum ersten Mal das neue Logo und den neuen Auftritt gezeigt. Damals waren wir mit die Ersten, die Banderoleetiketten gemacht haben und auch die Allerersten, die es wieder aufgegeben haben.

Weingut Bergdolt-Reif & Nett, Design und LablsModernes Design: 3 Labels vom Weingut Bergdolt-Reif & Nett

VINOA: Also kann man euch in Sachen „Design“ und „neue Wege gehen“ schon als Vorreiter sehen?

Nett: Ja, das ist zumindest mein Anspruch. Manche Dinge, die musst du zuerst gemacht haben oder du machst sie halt gar nicht! Nachmachen ist immer doof. Dieses Thema hatten wir gerade heute wieder mit einer Mitarbeiterin. Sie war am Wochenende bei einer Winzergenossenschaft im Süden und hat dort mitbekommen, dass jemand einen Werbespruch von uns kopiert hat. Gut, die höchste Form der Anerkennung ist kopiert zu werden! 

VINOA: Auf eurer FB-Seite habe ich einen Post zu eurem neuen Wein „Paranoia“ gesehen. Was ist das für ein Wein und wie seid ihr auf den Namen gekommen?

Nett: Der Paranoia ist dies Jahr neu, der ist jetzt auch auf der Homepage. Paranoia, der Name ist ziemlich cool, deswegen hab ich mir den auch gleich mal schützen lassen und einen Wein draus gemacht! Es ist so der andere Ansatz von Rotwein! Dieser Wein ist wieder sowas, bei dem wir was probieren, was andere nicht machen – oder nicht mehr – oder noch nicht.

VINOA: Das heißt genau?

Nett: Momentan machen doch jetzt alle große Spätburgunder, Pinots mit Holz und französischer Eiche, das Fass für 800 Euro und so. Der Paranoia ist ein Spätburgunder aus dem Stahltank, Jahrgangsverschnitt aus zwei Jahrgängen damit die Tannine nicht so hart sind. Einen Teil aus dem aktuellen Jahrgang und einen Teil, den wir schon ein Jahr länger gelagert haben, aber eben komplett ohne Holz. Und er ist für den Sommer – gekühlt – im Garten zum Grillen! Wir wollen genau das Fenster für Rotwein mal vergrößern. Eben nicht nur ab Oktober, für Weihnachten und die Kaminzeit  und so. Schlimmstenfalls hast du so einen Januar wie dies Jahr mit 15 Grad und kein Mensch trinkt Rotwein!

VINOA: Wahrlich ein interessanter Ansatz. Wie bist du darauf gekommen und wie überzeugst du die Kunden davon?

Nett: Wir sagen den Leuten, probiert mal Rotwein gekühlt im Sommer, nicht bei Zimmertemperatur 34 Grad, sondern gekühlt bei 7 Grad, warm wird er von alleine! Das ist erstmal neu. Wenn du jetzt z. B. in den Süden gehst, nach Frankreich und dort ein Praktikum  bei einem französischen Winzer machst, dann gehen die im Sommer zum Mittag alle rein und trinken gekühlten Rotwein. 
Sagst du dann du willst Weißwein, lautet die Antwort: „Nee, da kriegst du Kopfweh von! Entweder du trinkst Rotwein oder nichts!“ Wo wir hierzulande wieder sagen würden: bei der Hitze, da brauchst du einen Riesling, was Spritziges. Bei dieser Einstellung ist erst einmal viel Überzeugungsarbeit nötig. Man muss sich sprichwörtlich den Mund fusselig reden, muss richtig viel dazu erklären.

Aber es ist halt wieder was, was andere im Moment gerade nicht machen oder noch nicht machen. Mein Vater hat dann gleich gemeint: „Ja, der schmeckt ja so wie unser Portugieser vor 20 Jahren!“ Da hab ich gemeint: „Ja, kann schon sein.“ Genau daher kommt der Ansatz für diesen Wein. Damals hat man eher leichtere Rotweine gemacht hat, was dann irgendwann verpönt war und es kamen wieder Merlot und Holz und 14 Vol.- %. Und wir gehen jetzt wieder einen anderen Weg.

Paranoia, Pinot Noir vom Weingut Bergdolt-Reif & NettParanoia: der bewusst andere Rotwein, Weingut Bergdolt-Reif & Nett

VINOA: Das heißt, der Name Paranoia bezieht sich auf das „Paradoxon“ gekühlter Rotwein?

Nett: Genau, die Paranoia ist halt einfach das Schizophrene, das Doppeldeutige, das Wahnsinnige daran, dass man es genauso macht und damit neue Wege geht. Marketingtechnisch ist es praktisch die Glaube-Liebe-Hoffnungsgeschichte, die wir letztes Jahr gemacht haben, auf ein neues Thema übertragen. 
Glaube Liebe Hoffnung“ ist ja ein Riesling mit ein bisschen Scheurebe und Muskateller, aber immer noch so, dass man Riesling aufs Etikett schreiben kann oder könnte. Beim Etikett haben wir es jedoch bewusst nicht drauf geschrieben – sondern nur „Glaube Liebe Hoffnung“. Warum? Bietest du den Leuten Riesling an kommt immer wieder: „Ah nee, ein Riesling! Ich nehme lieber Grauburgunder.“ Ohne das überhaupt probiert wird. Einfach als kategorisches, schubladenmäßiges No-Go! 

Und da haben wir uns gedacht, gut wir machen „Glaube Liebe Hoffnung“ und verkaufen den Riesling über den Namen. Sagen die Leute dann: „Der ist ja lecker!“, kann man sagen: „Guck mal, das ist Riesling ich hab noch drei andere!“ Damit hat man die Rieslingtür zumindest mal aufgemacht. 

VINOA: Also macht ihr es genauso mit dem Paranoia?

Nett: Ja, das gleiche Phänomen haben wir ja auch bei Spätburgunder. Alle Weinfreaks und -nerds finden den total toll, aber der Normalo-Weinkunde, wenn der Spätburgunder hört sagt er: „Das ist sowas helles, leichtes, deutsches, rotes, das hat meine Oma früher getrunken, nee will ich nicht! Ich nehme lieber Cabernet Merlot Cuvée, das ist ein schöner Rotwein.“ 

Deshalb steht auf dem Vorderetikett auch nur Paranoia und auf dem Rücketikett Pinot Noir. Damit man diese Spätburgunderschublade gar nicht erst aufmacht. Und wenn der Kunde dann merkt: „Oh, der ist ja richtig gut!“ Dann hat er was Neues kennengelernt, was er so vielleicht nie probiert hätte.

Entdecken jetzt die Weine vom Weingut Bergdolt-Reif & Nett:

Weingut Nett Merlot Glaube Liebe Hoffnung Grauburgunder Weingut Nett

Nun habt ihr schon einiges von und über Christian Nett erfahren. Im 2. Teil des VINOA Interviews spricht Nett u. a. darüber, wie wichtig ihm seine Kunden sind und ob ein Winzer eigentlich überhaupt mal Freizeit hat. Hier geht´s zum 2. Teil mit Christian Nett.

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Bildquellen:

Titelbild+Steckbriefbild: Lukas Hofstätter
Bild 2+3: Lukas Hofstätter
Bild 4+5: Dominic Rossbach
Bild 6: Marsall Werbeagentur

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