Wachau: Die Rebe ist ein Sonnenkind

VINOA Wein Magazin // 31.08.2016 // Wachau: Die Rebe ist ein Sonnenkind

Grüner Veltliner, kommt klar, aus Österreich und ist die wichtigste autochthone Rebsorte von Niederösterreich. Keine andere Rebsorte steht ähnlich charakteristisch für den Weinbau in der Alpenrepublik. Außerhalb der Grenzen wird die Rebe nur selten angebaut.

Vor Kurzem hat unseren Weg ein Exemplar dieser Nationalrebsorte Österreichs – genaugenommen aus der Region Wachau – gekreuzt, welches auf den anbetungswürdigen Namen „Sonnenkind“ hört. Beim Thema „Wein“ und „Sonnenkind“ fällt mir als erstes ein alter Winzerspruch ein:

Die Rebe ist ein Sonnenkind,
sie liebt den Berg und hasst den Wind.

Am Ende ranken um das Thema Wein doch genauso viele Zitate und Sprichworte, wie es Rebsorten gibt. In ihm läge die Wahrheit, er sei Poesie in Flaschen, erfreue des Menschen Herz und trotz alle dem: am Rausch sei nicht er, sondern der Trinker schuld. Nun aber zurück zu unserem „Sonnenkind“.

Weinberge aus Weinregion Wachau in Österreich

Herbstlich: Weinberge in der Wachau, Österreich

„Sonnenkind“ vom Propstei Weingut aus der Wachau

Als Wachau wird der 33 Kilometer lange Abschnitt des Donautals zwischen Melk und Krems bezeichnet. Weinbau wird aber vor allem am Ufer von Schwallenbach bis Unterloiben betrieben. Unser Sonnenkind stammt aus dem Örtchen Krems vom Propstei Weingut.

Das Propstei Weingut befindet sich im Kremser Pfarrhof und in den alten Gebäuden des Passauer Lesehofes. Es entstand aus der ehemaligen Pfarrkellerei. Seit 1996 wird das Weingut von der Familie Eder (Weingut Eder in Mautern) geführt und es werden rund 8 ha Weingärten bewirtschaftet.

Die Tradition des Propstei Weingutes wird mit Innovationen vereint. Das Hauptaugenmerk gilt zwar dem Messwein – dessen natürlicher Ausbau als "vereidigter Messweinerzeuger" garantiert wird – aber auch dem Grünen Veltliner „Sonnenkind“ wird eine besondere Aufmerksamkeit zuteil. Die Lese des verwendeten Traubengutes ist in der Regel nur alle 3 Jahre möglich, da nur dann die ideale Qualität der Trauben gegeben ist.

Winzer zweier Starnacht-Weine der Wachau 2016

„Gut Ding braucht Weile“, davon ist Winzer Andreas Eder, der das Sonnenkind in die Flasche bringt, überzeugt. Deshalb lässt er seinen Weinen auch die Zeit, die sie brauchen. Er vinifiziert Weine mit Potenzial, lässt sie lange auf der Feinhefe und füllt spät ab.

Der Fokus auf Naturbelassenheit, Bekömmlichkeit und Trinkfreude hat sich für Eder unlängst wieder einmal ausgezahlt. Für die „Starnacht der Wachau“ 2016 wurden dieses Jahr drei Starnacht-Weine gekürt. Hierbei gingen Platz 1, mit dem 2015er Grüner Veltliner Federspiel, und Platz 3 – der 2015er Grüner Veltliner Süssenberg Federspiel – ans Weingut Eder.

Sonnenkind Wein vom Probstei Weingut aus der Wachau

2012er Grüner Veltliner Sonnenkind

Wein: Grüner Veltliner Sonnenkind

Rebsorte: 100% Grüner Veltliner

Region: Wachau

Weingut: Propstei Weingut

Entdecken Sie den Grünen Veltliner Sonnenkind

Also wissen wir nun, der Herr Eder hat schon so einige gute Tröpfchen auf die Flasche gebracht. Umso gespannter sind wir nun auf sein Sonnenkind. Vor uns steht eine Flasche 2012er Sonnenkind zu 100% aus der Rebsorte Grüner Veltliner hergestellt. Das Rücketikett verrät uns, dass dieser Wein aus einer Handlese vom 15. Oktober 2012 stammt. Mit seinen 13,5% haben wir es hier mit einem kräftigeren Exemplar der Rebsorte zu tun.

Seine strohgelbe Farbe mit einem Stich Moosgrün kommt im Glas erst so richtig zur Geltung. Bei Sonnenschein sitzen wir auf der Dachterrasse, um dem Sonnenkind die richtige Kulisse zu bieten.

Unsere Wahrnehmungen sind vielschichtig:

- aufgrund der Halbtrockenheit im ersten Anklang: süß und schmelzig

- stark, geschmeidig und schmelzig

- sehr fruchtig

- frisch

- Pfirsich, Aprikose und ein Hauch Zitrone

- würzige Note und Kräutergarten, ein intensives Bouquet

- Aromen von gelben Früchten

Am Ende sind wir uns einig, ein Wein der unserer Nase eine gewisse Kraft entgegenbringt und trotzdem mit leichtem Restzucker eine angenehme Süße und Frische ins Glas bringt. Auf jeden Fall ein Wein der gut in gesellige Runden passt!

Das „Sonnenkind“ sollte Solo gut gekühlt, bei circa 10 Grad genossen werden. Als Speisebegleiter macht es zu Fleischgerichten wie z. B. Tafelspitz mit Meerrettichsoße oder zu scharfen und würzigen Gerichten aus der asiatischen Küche eine gute Figur.

Kennst du das Sonnenkind schon? Wie hat dir der Wein geschmeckt? Hinterlasse gerne einen Kommentar!

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Titelbild: pixabay.com Skitterphoto CC0

Bild 2: weinhaus-paus.de

Bild 3: flickr.com Woddy Hibbard CC by 2.0

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